Präsentiert von Art+Feminism in Zusammenarbeit mit Wikimedia LGBT+
Anlässlich des Women’s History Month haben wir in Zusammenarbeit mit Wikimedia LGBT+ eine ganz besondere Podiumsdiskussion organisiert, gefolgt von einem Workshop mit dem Titel Queer Women in the Arts. Mit den bildenden Künstlerinnen Ad Minoliti, Ana Raylander Martis dos Anjos und María Belén vom Archivo de la Memoria Trans Argentina konnten wir eine angeregte Diskussion über Sichtbarkeit, Erinnerung und die Darstellung queerer Frauen in Kunst und Technologie anstoßen.
Diese Veranstaltung war Teil des „Wikimedia Celebrate Women“-Kalenders und unserer Kampagne „Wie würde ein wirklich feministisches Internet aussehen?“ (2025–2026). Außerdem haben wir in einem Workshop unter der Leitung von Vic Sfriso (Wikimedia LGBT+ und WMAR) und Freddy Veloz (Wikimedia LGBT+) gemeinsam gelernt, wie man diese Themen auf Wikidata angeht – einem Projekt, auf das wir uns im zweiten Jahr dieser Kampagne konzentriert haben, um Datenstrukturen, Governance und Modelle zu untersuchen.
LGBT+-Frauen bilden eine Gruppe, die historisch gesehen unsichtbar und an den Rand gedrängt war, die jedoch überlebt hat und weiterhin überlebt, indem sie sich in einer Community organisiert, die sich der Bedeutung der Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses und ihrer persönlichen Geschichten zutiefst bewusst ist. Daher könnte nichts passender sein, als diesen Monat mit einer Podiumsdiskussion zu feiern, die diesen gemeinsamen Erfahrungen Raum gibt.

Zum Auftakt der Podiumsdiskussion stellte Ad Minoliti (sie/ihnen) ihr Projekt Feminist School of Painting (2018) vor, das darauf abzielte, physische Bildungsräume neu zu überdenken und zu hinterfragen, wie diese organisiert waren – oder eben nicht –, um ein Umfeld zu schaffen, in dem Kreativität und Lernen gedeihen können. Darüber hinaus wollte die feministische Schule hinterfragen, wie die Methoden und Narrative traditioneller Kunstschulen die cis-männliche Figur und deren Denkweise in den Mittelpunkt stellen.
Ana Raylander Martis dos Anjos (sie/ihr) schlägt eine Brücke zu traditionelleren Institutionen und spricht über die Herausforderungen, denen sie in ihrer Arbeit als Künstlerin begegnet, wenn sie sich mit diesen Themen auseinandersetzt. Dabei greift sie auf ihre Erfahrungen mit einem Ausstellungsprojekt im Museum der Stadt Belo Horizonte in Brasilien zurück.
Um beim Thema Erinnerung zu bleiben: Maria Belén Correa (sie/ihr) – eine argentinische Trans-Aktivistin, die das Archivo de la Memoria Trans gegründet hat – hat uns von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Erkenntnissen aus fast 15 Jahren Arbeit mit einer Community berichtet, die gelernt hat, zu archivieren, um die Geschichten von Trans-Menschen in Argentinien am Leben zu erhalten. Das Archiv, das heute etwa 6.000 Objekte aus der Zeit vom frühen 20. Jahrhundert bis 1990 umfasst, kann online konsultiert werden.
Wir haben diese Podiumsdiskussion mit der Erkenntnis beendet, dass Kunst und Technologie für queere Frauen – selbst in unterschiedlichen Kontexten und Praktiken – den dringenden Bedarf erfüllen, Erzählungen über ihr eigenes Leben und ihr kreatives Schaffen zu entwickeln, zu bewahren und zu hinterfragen. Ob durch das Überdenken pädagogischer Methoden, das Hinterfragen traditioneller Institutionen oder die Schaffung von Community-Archiven als Form des Widerstands – alle Initiativen verdeutlichen die zentrale Rolle von Erinnerung, Repräsentation und Autonomie bei der Produktion von Wissen.
Für die Wikimedia-Community lautet die Erkenntnis, dass das Bearbeiten von Artikeln auch zu einer politischen Aufgabe wird, bei der es darum geht, inklusivere und nachhaltigere Strukturen zu entwickeln, in denen diese Geschichten nicht nur erhalten bleiben, sondern in ihrer ganzen Komplexität und Kraft gewürdigt werden.
Schreib uns eine E-Mail an info@artandfeminism.org, um bei der Kampagne mitzumachen. Das Internet ist das Schlachtfeld, auf dem unsere Geschichten, unsere Vergangenheit und unsere Zukunft gestaltet werden. Entweder kämpfen wir dafür, oder wir lassen zu, dass es für uns gestaltet wird. Die Entscheidung liegt bei uns. Lass uns gemeinsam die Regeln neu schreiben.
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